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Finanzen verstehen. Zukunft gestalten.
  • 27.01.2026
  • 3 Minuten

Betrugsmaschen beim Online-Banking – Tipps zum Schutz vor Bankbetrug.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Betrugsmaschen werden immer raffinierter: Phishing, Betrugsanrufe per Telefon & Fake-Überweisungen.
  • Ziel ist fast immer: Zugang zu Kontodaten und TANs erschleichen.
  • Wachsamkeit, technische Schutzfunktionen und gesunder Menschenverstand helfen effektiv.
Nahaufnahme mit rosa Farbeffekt und einem versteckten Passwort. Im Hintergrund ist eine Person mit Smartphone in der Hand an einem Laptop beschäftigt..

Warum ist Online-Banking ein beliebtes Ziel für Betrug?

Online-Banking ist bequem, schnell und rund um die Uhr verfügbar. Doch genau das macht es auch für Kriminelle attraktiv. Betrüger setzen auf digitale Manipulation und menschliches Vertrauen, um an sensible Bankdaten für ihren Betrug zu gelangen.

Besonders gefährlich: Es sind nicht immer auffällige Aufforderungen zum Geld überweisen. Viele Betrugsmaschen wirken mittlerweile auf den ersten Blick seriös. Daher sind Aufklärung und Vorsichtsmaßnahmen der beste Schutz.

Aber: Achten Sie als Kunde auch auf Ihre Mitwirkungspflicht. Diese sind oft in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu finden.

Die Methoden der Betrüger entwickeln sich ständig weiter. Zu den häufigsten Betrugsmaschen gehören:

  • Phishing: Gefälschte E-Mails oder SMS fordern zur Eingabe von Zugangsdaten auf.
  • Vishing: Beispielsweise Telefonanrufe von angeblichen Bankmitarbeitern, die über angebliche Probleme informieren. Beliebt ist auch der sogenannte „Enkeltrick“, bei dem sich die Betrüger als vertrauenswürdige Person – oft einen Verwandten – ausgeben.
  • Fake-Apps & Webseiten: Nachbauten offizieller Banking-Portale führen Nutzer gezielt in die Falle.
  • Betrug bei Geldtransfers: Kriminelle überreden ahnungslose Personen, Geld weiterzuleiten („Finanzagenten“).
  • TAN-Betrug: Die Abfrage von TANs unter einem Vorwand (z. B. Rücküberweisung, Sicherheitsupdate).

Wichtig ist: Keine Bank – auch nicht die Volkswagen Bank – fordert per E-Mail oder Telefon zur Eingabe sensibler Daten auf.

Woran erkennt man einen Betrugsversuch im Online-Banking?

Typische Anzeichen für eine Betrugsmasche sind:

  1. Dringlichkeit: "Sofort handeln!", "Ihr Konto wird gesperrt!"
  2. Ungewohnte Absender oder Telefonnummern
  3. Grammatik- und Rechtschreibfehler
  4. Aufforderung zur Eingabe von PIN, TAN oder Passwort
  5. Unerwartete Überweisungsaufforderungen

Wenn Sie unsicher sind: Beenden Sie die Verbindung und kontaktieren Sie Ihre Bank über bekannte Kanäle.

Was tun, wenn man Opfer eines Online-Banking-Betrugs geworden ist?

Handeln Sie schnell, um größeren Schaden zu vermeiden:

  1. Bank informieren: Sperren Sie sofort Ihr Online-Banking und lassen Sie Karten sperren (z. B. über 116 116).
  2. Zugänge ändern: Ändern Sie Passwörter und PINs, auch bei anderen Plattformen.
  3. Anzeige erstatten: Gehen Sie zur Polizei und schildern Sie den Vorfall.
  4. Beweise sichern: Speichern Sie verdächtige E-Mails, Screenshots und Telefonnummern.
  5. Gerät prüfen: Lassen Sie Ihren Rechner oder Ihr Smartphone auf Schadsoftware untersuchen.
Frau sitzt mit verschränkten Händen und den Fingern an der Stirn mit verzweifeltem Gesichtsausdruck vor einem Laptop in einem Büroraum.

Kann man eine Online-Banking-Überweisung zurückholen?

Ob das Zurückholen von Überweisungen möglich ist, hängt stark vom Einzelfall ab. Generell gilt: Je schneller Sie handeln, desto besser. Sobald das Geld dem Empfängerkonto gutgeschrieben ist, kann es schwierig werden.

Melden Sie den Betrug umgehend Ihrer Bank – diese kann versuchen, eine Rücküberweisung einzuleiten. Eine Anzeige bei der Polizei ist ebenfalls wichtig. Bei Online-Zahlungen über Drittanbieter können unter Umständen Käuferschutzregelungen greifen.

Die wichtigsten Schutzmaßnahmen auf einen Blick:

  • Nutzen Sie starke Passwörter.
  • Loggen Sie sich nur sicheres W-LAN ein und achten Sie auf aktuelle Antivirenprogramme und regelmäßige Updates.
  • Nutzen Sie nur eigene, aktuelle Geräte und vermeiden Sie öffentliche Computer.
  • Besuchen Sie Webseiten nur mit sicherer Verbindung. Achten Sie auf https:// und ein Schloss-Symbol in der Adressleiste Ihres Browsers.
  • Greifen Sie nur über die offizielle Banking-App oder Website auf Ihr Konto zu.
  • Melden Sie sich nach jeder Sitzung immer vollständig ab (Logout).
  • Aktivieren Sie Zwei-Faktor-Authentifizierung, also ein Sicherheitsverfahren, bei dem Ihre Identität durch die Kombination mit einem zweiten Nachweis bestätigt wird. Das geht beispielsweise per Einmalcode als SMS oder mit einer entsprechenden App.
  • Geben Sie niemals TANs am Telefon oder per E-Mail weiter.
  • Seien Sie besonders wachsam bei ungewöhnlichen Anrufen oder Nachrichten. Zur Sicherheit können Sie in solchen Fällen beispielsweise Kontrollfragen stellen, um sich zu vergewissern.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Kontobewegungen.
  • Legen Sie Tageslimits für Transaktionen fest, um Schäden zu begrenzen.

Die Volkswagen Bank bietet verschiedene Sicherheitsmechanismen im Online-Banking – etwa durch das photoTAN-Verfahren oder die Sperrmöglichkeit bei Verdacht.

Warum überweisen ahnungslose Menschen Geld an Betrüger?

Kriminelle nutzen psychologischen Druck, Vertrauen oder emotionale Manipulation, um Menschen zur Geldüberweisung zu bewegen.

Wichtig ist: Niemals Geld im Auftrag fremder Personen weiterleiten – und bei finanziellen Bitten über digitale Kanäle grundsätzlich skeptisch bleiben.

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