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Das neue Investmentsteuergesetz

Ein kurzer Überblick

Mit Wirkung zum 01.01.2018 gelten für Fondsanleger neue steuerliche Rahmenbedingungen. Das neue Investmentsteuergesetz bringt für Fondsanleger einige Änderungen mit sich. Unter anderem hat es folgende Auswirkungen:

Neuregelung des Bestandsschutzes für alte Fondsanteile

Der komplette Fondsbestand gilt zum 31.12.2017 als verkauft und zum 01.01.2018 als neu angeschafft. Mit dieser fiktiven Transaktion wird der besondere Bestandsschutz für alte Fondsanteile, die vor dem 1. Januar 2009 angeschafft wurden, abgeschafft. Das Veräußerungsergebnis dieser fiktiven Transaktion wird berechnet und vorgemerkt. Zukünftig unterliegen also nicht nur "neue", sondern auch "alte" Fondsanteile der Abgeltungssteuer
(25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer).

Durch das Gesetz ergeben sich für den Fondsanleger zukünftig zwei Situationen:

1. Kauf der Fondsanteile erfolgte vor dem 01.01.2009

  • Das vorgemerkte Veräußerungsergebnis zum 31.12.2017 ist steuerfrei.
  • Altbestand wird zum Neubestand und unterliegt ab 01.01.2018 der Abgeltungssteuer.
  • Beim Verkauf wird die zukünftige Wertsteigerung ab dem 01.01.2018 steuerpflichtig. Der Gesetzgeber räumt als Ausgleich dem Steuerpflichtigen einen Freibetrag von 100.000,- Euro ein, der allerdings nur über die Steuererklärung geltend gemacht werden kann.

 

2. Kauf der Fondsanteile erfolgte nach dem 01.01.2009

  • Das vorgemerkte Veräußerungsergebnis zum 31.12.2017 ist steuerlich relevant, sobald Anteile verkauft werden.
  • Beim Verkauf wird zu der realisierten Wertsteigerung seit 01.01.2018 das vorgemerkte Veräußerungsergebnis hinzugerechnet und besteuert.

Ab 2019

Jährlich werden alle Fondsanteile (erstmals für das Steuerjahr 2018) mit einer Vorabpauschale besteuert. Die Berechnung dieser Vorabpauschale erfolgt auf Basis des Vorjahres und in Abhängigkeit der Fondsart (thesaurierend oder teilausschüttend). Die Höhe ist die Differenz der Ausschüttungen und dem Basisertrag des Fonds. Der Basisertrag wird monatlich anhand der Entwicklung des Fondspreises ermittelt. Da thesaurierende Fonds nicht ausschütten, entspricht die Vorabpauschale eins zu eins dem Basisertrag. Der Steuerabzug wird Anfang 2019 erstmals Ihrem Orderkonto belastet. Damit bei einem Verkauf keine Doppelbesteuerung erfolgt, werden gezahlte Vorabpauschalen vom Verkaufserlös abgezogen.

Besteuerung auf Fondsebene

Deutsche Fonds müssen ab 1. Januar 2018 auf bestimmte Erträge (deutsche Dividenden und deutsche Immobilienerträge) Steuern in Höhe von 15 % aus dem Fondsvermögen zahlen. Durch die Reform gilt ab 2018 außerdem für alle Typen von Fonds die gleiche Systematik bei der Besteuerung. Es wird nicht mehr zwischen in- und ausländischen bzw. ausschüttenden und thesaurierenden Fonds unterschieden. Die Depotbank behält dadurch zukünftig, auch für thesaurierende Fonds, die Abgeltungssteuer ein, so dass die Steuererklärung für den Anleger vereinfacht wird.

Ausgleich der Vorbelastung auf Fondsebene

Als Ausgleich der Vorbelastung auf Fondsebene zahlen die Anleger für die Ausschüttungen des Fonds und Gewinne aus dem Verkauf von Fondsanteilen teilweise keine Abgeltungsteuer. Die Höhe des steuerfreien Anteils richtet sich nach der Art des Fonds: Für Privatanleger in Aktienfonds sind 30 Prozent steuerfrei, in Mischfonds 15 Prozent und in offenen Immobilienfonds 60 Prozent; bei offenen Immobilienfonds mit Anlageschwerpunkt im Ausland sind es 80 Prozent.

Wie sollte ich mich aufgrund dieser neuen Gesetzgebung verhalten?

Fondsanlagen büßen durch das neue Gesetz nicht an Attraktivität ein. Bei der Abwicklung zukünftiger Transaktionen gibt es zwar andere Rahmenbedingungen, aber eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Fonds kann aus dem Gesetz nicht abgeleitet werden. Ein Verkauf Ihres vor 2009 gekauften Fondsbestandes hat nach wie vor zur Konsequenz, dass Sie Ihren Bestandsschutz verlieren. Dieser wird durch das neue Gesetz zwar begrenzt, aber Sie haben die Möglichkeit, Ihren Freibetrag auszunutzen. Die Entscheidung hängt natürlich auch immer von der zukünftigen Entwicklung bzw. Perspektiven des Fonds und jeweiligen Marktlage ab.

Hinweis:

Diese Informationen haben ausschließlich informativen Charakter und stellen keine Steuerberatung dar. Sie haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Bei Fragen zu Ihrer persönlichen Situation empfehlen wir, einen Steuerberater aufzusuchen.